Die Fröhliche Silvesterführung

seit 2003

in Heidelberg

Universitätsplatz im Winter
Hier finden Sie einen Link zum Universitätplatz bei Wikipedia
Seit 2003 gibt es regelmäßig jedes Jahr die Sylvesterführung. Mein Kollege Dr. Bahls hatte die Idee eine Führung zum Ende des Jahres zu gestalten. Er starb 2014 er wird sehr vermisst.

Die Idee zu dieser Führung ist eine Überbrückung des langen Abends mit einer Führung die Jedes Jahr neu konzipiert wird. Jedes Jahr wird eine neu gestaltete Route und Inhalt die ich und mein Kollege Martin zusammen ausdenken und besprochen haben, um unsere Gäste zu unterhalten und die Zeit bis Mitternacht zu verkürzen. Nach zahlreichen Anfragen von ehemaligen Teilnehmern wird die Führung nun fortgesetzt auf wunsch der Gäste die regelmäßig dabei sind und es nicht missen wollen.

Am 31. Dezember um 20.15 beginnt die Führung, dieses Jahr am Universitätsplatz am Löwenbrunnen. Bitte melden Sie sich Telefonisch oder per Email an, damit wir wissen, wie viele Gäste teilnehmen möchten. Seien Sie etwas früher da und Ziehen Sie sich warm an. Es ist Winter und kalt. Wir führen Sie bei jedem wetter, bitte entsprechend anziehen!

Bitte melden Sie sich an entweder Telefonisch 06221-781725

oder Per Email: HDFuehrungen@aol.com oder I.Goehringer@googlemail.com

Die Kosten für die Führung sind 7.- Euro (Jugendliche / Studenten 4.- Euro)

Dauer der Führung 1 1/2 Stunden

Sumebrunnen am Heumarkt mit Schnee
disclaimer
Zeitungsartikel aus der Rhein Neckar Zeitung zu der Führung in der Sylvesternacht 2003

Von Frau Katzenberger Ruf

Impressum
Zwischen barocken Fassaden und "Bierkirche"

Am Silvesterabend: Führung durch die Altstadt mit Dr. Dietrich Bahls - Viele auswärtige Gäste

Kaz. Dijon-Süppchen mit Krebsfleisch, Seezungen-Röllchen und eine Eis-Kreation: So präsentiert sich wahlweise das Silvester-Menü im Altstadtlokal "Schnookeloch". Die Gäste, die am letzten Tag des alten Jahres an einer Führung mit Dr. Dietrich Bahls teilnehmen, gehen die Sache etwas bescheidener an, betrachten Restaurants und Häuserfassaden bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zunächst nur von außen. Immerhin: um Abschluß gibt es in der Passage zwischen Krämer- und Kettengasse für alle noch ein Gläschen Sekt.

Nicht nur Einheimische, sondern auch Leute aus München, Neustadt und Speyer haben sich auf dem Universitätsplatz getroffen, um unter fachkundiger Führung die Altstadt zu erkunden. Dabei erfahren sie auch gleich, das viele Lokale an Silvester entweder eine besondere Karte auflegen oder Eintritt in Höhe von fünf bis zehn Euro verlangen. Manche machen dagegen gar nicht erst auf. Etwa die Destille oder die Absinth-Bar.

Fröstelnd zeigt die Gruppe Interesse für barocke Architektur, wie sie am Gebäude der Alten Universität zum Ausdruck kommt. "Das Dach ist halb so hoch die Fassade" erklärt Bahls. Im Dunkel der Nacht kann Man es einfach nur glauben. Denn so weit reicht die mitgebrachte Taschenlampe dann doch nicht. Vom goldenen Schnitt ist die Rede, der auch für das menschliche Antlitz gelten soll. Danach entfällt auf den Bereich zwischen Augen und Haaransatz ein Drittel der Gesichtsfläche. "Bei mit ist das etwas mehr" sagt ein Herr mit Stirnglatze und alles lacht.

Zweiter Halt in Höhe der Hauptstraße 126: Dr. Dietrich Bahls erklärt den architektonischen Aufbau des Gebäudes, das heute mehrere universitäre Einrichtungen beheimatet und früher Sitz der Oberrheinischen Bank war. Die Westseite zum Universitätsplatz ist mit mehreren Wappen geschmückt. Außerdem gibt es dort einen Balkon - allerdings ohne Geländer. Als das Haus gebaut wurde, war ein Balkon wie ein "Bonbon", ist zu erfahren. Ansonsten galt es als eleganter, in den unteren Etagen zu wohnen und keine beschwerlichen Treppen überwinden zu müssen. Die Gruppe wird auch in das enge "Küchengässchen" geführt. Ein eindrucksvolles Portal im barocken Baustil ist das Ziel. Die Untere Straße habe mehr Atmosphäre als die Hauptstraße, findet der Gästeführer. Derweil wird die Gruppe an der Ecke Pfaffengasse von einem Fenster aus von einem jungen Mann in Englisch begrüßt, der zu "free food on the second floor" einlädt. Die Gruppe lauscht aber lieber den Gedichten, die Dr. Dietrich Bahls zum Besten gibt. Wilhelms Buschs "Fromme Helene" ist dabei. Gut möglich, das diese einst im Romantik-Hotel "Ritter" abstieg und der Gemahl die Hochzeitsnacht verschlief. Zuviel Alkohol war schuld. Bliebe noch auf die "Bierkirche" hinzuweisen. Es handelt es sich um ein Verbindungshaus in Hanglage.