Joseph Victor von Scheffel

Alt Heidelberg, du Feine, du Stadt an Ehren reich, am Neckar und am Rheine, Kein' andere kommt dir gleich.

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Stadt fröhlicher Gesellen, an Weisheit schwer und Wein, klar ziehen des Stromes Wellen, Blauäuglein blitzen drein.

Joseph Victor von Scheffel

Und kommt aus linden Süden, der Frühling übers land, so webt er dir aus Blüten, ein schimmernd Brautgewand.

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Auch mir stehst du geschrieben, ins Herz gleich einer Braut, es klingt wie junges Lieben, dein Name mir so traut.

Und stechen mich die Dornen, und wird mir's drauß zu Kahl, geb ich dem Roß die Spornen, und reit ins Neckartal.

Joseph Victor (von) Scheffel wurde in Karlsruhe am 16. Februar 1826 geboren. Er kam als Student nach Heidelberg, nachdem er vorher in München 2 Semester studiert hatte. Er studierte Jura bei bekannten Professoren wie Mittermaier und von Vangerow.

Auch der Volkswirt Karl Heinrich Rau, bei dem er eine Zeit lang wohnte (Friedrichstr. 8), und die Historiker Gervinius und Häusser bestimmten seine Studienzeit in Heidelberg. 1848 machte er sein Staatsexamen und promovierte Januar 1849 "Summa cum laude" zum Dr. Jur.. Zwischen seinen Examina war er Rechtspraktikant im Kriminalbüro des Heidelberger Oberamts. Zu der Zeit trat er auch in den Kreis des "Engeren" ein, eine Herrenrunde, die sich u.a. Mittwochs im Wirtshaus "Waldhorn ob der Brück" am Neuenheimer Ende der Alten Brücke traf. Bald wurde er zum zündenden Funken dieser fröhlichen Runde. Aus diesem Freundeskreis stammt zum größten Teil seine feucht-fröhliche Studentenlyrik, die nicht nur aus Liedern, sondern auch aus Gedichten und Prosa bestand. Seine bekanntesten Lieder sind z.B. "Alt Heidelberg du feine", "Rodensteiner Lieder", "Zum schwarzen Walfisch zu Askalon", "Als die Römer frech geworden..."veröffentlicht in der Gedichtssammlung "Gaudeamus". Seine Lieder werden auch heute noch in den Studentenkneipen und den Verbindungshäusern gerne gesungen. Immer wieder hat es ihn nach Heidelberg gezogen. Er hat sogar angestrebt, sich in Heidelberg zu habilitieren. Hier schrieb er Teile seines Romans "Ekkehard", der nach dem "Trompeter von Säckingen" ihn dauerhaft berühmt machte. Als der Geschichtsprofessor Häusser, der Gründer des „Engeren“ 1867 starb, kam Scheffel seltener nach Heidelberg. Im Jahr seines 60. Geburtstag war auch das 500 jährige Jubiläum der Heidelberger Universität. Zu diesem Anlass schrieb er sein letztes Lied. Aber er erlebte diese, für Heidelberg großen Tage, nicht mehr. Er starb am 9. April 1886 in Karlsruhe. Am 11 Juli 1891 wurde das Scheffeldenkmal im Heidelberger Schlossgarten eingeweiht, das leider 1942 dem Krieg zum Opfer fiel. Am 26 Juni 1976 wurde im Schlossgarten ein neuer Gedenkstein gesetzt mit einem Bronze Medaillon, ein Abguss des Medaillons auf seinem Grabmal in Karlsruhe.

Nach ihm sind in Heidelberg eine Strasse und im Schlosspark eine Terrasse benannt. Ebenso ein Preis, der jedes Jahr an allen Gymnasien Baden-Würtembergs, für den besten Deutsch Aufsatz verliehen wird. Das Scheffelhaus, in dem sich die Wirtschaft "Waldhorn ob der Bruck" befand, wurde in den sechziger Jahren abgerissen.

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Joseph Victor von Scheffel

Old Heidelberg

Translated by Ambassador Schurmann 1928 who enjoyed a year in Heidelberg as a Student and donated the big lecture Hall on the University square

Joseph Victor von Scheffel

Born on February 16th, 1826 in Karlsruhe

Died on April 9th, 1886 in Karlsruhe

Old Heidelberg, dear city, With honors crowned, and rare, O'er Rhine and Neckar rising, None can with thee compare.

Joseph Victor von Scheffel was born in Karlsruhe on the 16. February 1826. He came to Heidelberg as a student, leaving Munich where he had studied for 2 semesters. In Heidelberg he studied Law with famous Professors like Mittermeier and Von Vangerow. Living in the House of Economy Professor Rauh influenced him a lot. 1848 he finished his studies and promoted 1849 "Summa cum laude" becomming a Doctor in Law. between both dates he worked at the Heidelberg Criminal Police station. At this time he entered the "Engeren" a group of people who met every Wednesday in the Tavern "Waldhorn ob der Brück" on the Neuenheim side of the Old Bridge. Very soon he became the center of this merry group and from this time date the student drinking songs and poems for which he is well known, and which are still sung today in the Heidelberg student bars. Like the well known "Gaudeamus Igitur", "Alt Heidelberg du Feine", "Zum Schwarzen Walfisch zu Askalon", "Rodensteiner Lied", and many others. Again and again he came back to Heidelberg and wrote his novels "Ekkehard" and The Trumpteer from Säckingen" which made him famous. For the 500th year Aniversary of the University he composed his last song, but never made it to the celebration. 11. July 1891 a monument was erected in the castle garden, which unfortunartely was melted down 1942. 26 June 1976 a new one was put up with a bronze medailon which is a copy of the medalion on his tomb in Karlsruhe. A square, a street and a Prize are named after him, the latter being handed out to the best high school kid in Heidelberg every year. The house in which the tavern was located does not exist anymore.

City of merry fellows, With wisdom lad'n and wine; Clear flow the river wavelets Where blue eyes flash and shine.

When Spring from Southlands milde, Comes over field and town, She weaves for thee of blossoms A shimmering bridalgown.

Oh my heart, too, thy image Is given like a bride, In thy dear name the accents Of youthful love abide.

And if with thorns i'm pierced And all the world seens stale I'll give my horse the spurs then And ride to Neckar vale.

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