|
 |
|
Der Ginko Baum wird heute häufig in Gärten und Parks angetroffen. Er stammt aus Japan, und von dort kamen die ersten Pflanzen nach Europa, so um ca. 1727. Ursrünglich kam der Baum aus China, der dort in der Literatur wegen der Blattform oft als Entenfuß (yao-giao) besezichet wird und warscheinlich mit den Zen Mönchen nach Japan gekommen ist. Seinen Namen "Gingko Biloba" bekam er durch Carl Linné im Jahre 1771. Linne verdanken wir die binäre Nomenklatur der Botanik. Der Gingko kann bis zu 30 Meter groß werden, er wächst wie eine Nadel gegen den Himmel. Die Zweige sind unregelmäßig verteilt. Die Blätter sind an Kurztrieben gebüschelt, Fächerformig, 5-8 cm breit, derb, langgestielt. Die Blattnerven verlaufen parallel, der Rand wellig, die Farbe anfangs Hellgrün, im Verlauf der Zeit dunkler werdend, im Herbst leuchtend goldgelb. Blüten sind zweihäusig (männliche und weibliche Bäume) beim männlichen Baum kätzchenartig (gelb), beim weiblichen langgestielt mit 2 freien Samenanlagen (grün). Die Frucht mirabellenartig mit fleischiger Hülle, die reif sehr unangenehm riecht, der Grund warum weibliche Bäume selten in Gärten anzutreffen sind. Winterhart, bis 750 m Höhe anzutreffen, unempfindlich gegen Luftverschmutzung. Er gilt als lebendes Fossil, da er der einzige, noch lebende Vertreter seiner Familie ist, die vor über 100 Millionen Jahren ihe Blütezeit erlebte.
Vom Gingko erzählt man folgende Geschichte: Als auf Hiroschima die Atombombe niederging und im Umfeld alles zerstörte, darunter auch einen Gingkobaum, der einer Nadel gleich, schwarz verkohlt gegen den Himmel zeigte. Dieser verkohlte Baum trieb als einziger im nächsten Frühjahr neue Zweige. Dies deutet auf die große Wiederstandskraft dieses Baumen hin. Das der Gingko auch seit 100 Millionen Jahren auf der Erde anzutreffen ist sagt auch einiges aus.
Aus den Blättern wird ein Medikament gewonnen zur Durchblutungsförderung des Gehirnes.
|
|
|
|
Ginko Biloba
Dieses Baum's Blatt, der von Osten Meinen Garten anvertraut, Gibt geheimen Sinn zu kosten, Wie's den Wissenden erbaut.
Ist es ein lebendig Wesen? Das sich in sich selbst getrennt, Sind es Zwey? die sich erlesen, Daß man sie als eines kennt.
Solche Frage zu erwiedern Fand ich wohl den rechten Sinn; Fühlst du nicht an meinen Liedern Daß ich Eins und doppelt bin?
Goethe September 1815
|
|